Individuelle, gültige Fehlerseiten (Fehlercode Seiten) erstellen mit .htaccess Datei

Voncb-webstyles

Individuelle, gültige Fehlerseiten (Fehlercode Seiten) erstellen mit .htaccess Datei

Ich möchte euch hier kurz erklären wie ihr individuelle, gültige Fehlerseiten für eure Website erstellt. Individuell bedeutet, dass die Fehlerseite in eurem eigenen HTML Design dargestellt wird, euren persönlichen Text enthält und somit sehr nutzerfreundlich wird. Gültig wird die Fehlerseite, wenn google die Seite „anerkennt“ und identifizieren kann.

Wieso sind Fehlerseiten wichtig?

Fehlerseiten geben dem User zu erkennen, dass gerade etwas auf der besuchten Webseite schief gelaufen ist. Entweder antwortet der Server nicht oder ein Link wurde falsch adressiert. Es gibt viele Gründe für Fehlermeldungen.

Wieso sind eigene individuelle Fehlerseiten wichtiger?

Generell sind User sehr verwirrt wenn plötzlich eine Fehlermeldung auftaucht. Sie klicken sich munter durch eine Webseite und werden plötzlich durch eine Fehlermeldung in Ihrem „Klick-Fluss“ unterbrochen. Standardfehlerseiten verwirren den User noch mehr. Sie werfen Fehlercodes aus, mit denen man nichts anfangen kann und weisen nicht darauf hin, wie es jetzt weitergeht. Ein Schönheitsfehler ist noch, dass die Standardfehlerseiten nicht im Design der eigentlichen Webseite erscheinen und den Anschein erwecken, dass man sich plötzlich woanders befindet.

Wie erstellte ich individuelle und gültige Fehlerseiten?

Am Ende des Artikels poste ich eine Aufzählung mit allen gängigen Fehlercodes. Ich handle in diesem Artikel folgende 4 ab, sie werden wohl am häufigsten vorkommen:

  • Fehlerseite für Fehler 401 – Passwortgeschützter Zugang (engl. Unauthorised)
  • Fehlerseite für Fehler 403 – Zugriff verweigert (engl. Forbidden)
  • Fehlerseite für Fehler 404 – Datei nicht gefunden (engl. Not Found)
  • Fehlerseite für Fehler 500 – Server Fehler (engl. Server Error)

Erstellt 4 html Dateien und legt sie dann einfach in eurem Root Verzeichnis ab. Das ist dort, wo sich normalerweise auch eure index.html oder index.php Datei befindet. Die Dateinamen könnt Ihr benennen, wie ihr wollt, „401.html“, „403.html“, „404.html“ und „500.html“ funktionieren aber zum Beispiel auch.

Wichtig ist, dass im Header Title TAG der Dateien die Fehlerinformationen stehen, damit google die Seiten auch als Fehlerseiten identifizieren kann – dies macht die Fehlerseiten zu gültigen Fehlerseiten. Für unsere 4 Fehlerseiten wären das z.B.:

  • <title>Error 401 Unauthorised – Passwortgeschützter Bereich</title>
  • <title>Error 403 Forbidden – Der Zugriff wurde verweigert</title>
  • <title>Error 404 Not Found – Datei wurde nicht gefunden</title>
  • <title>Error 500 Server Error – Server Fehler</title>

Keywords braucht ihr keine, weil die Fehlerseiten sowieso nicht indexiert werden sollen. Den Rest könnt ihr nach Belieben gestalten wie jede andere Seite eurer Website auch. Ihr solltet euch jedoch an folgende Punkte der Checkliste halten, um die Fehlerseiten so nützlich wie möglich zu machen:

Wie schreibt man eine individuelle und gültige Fehlerseite? – Checkliste

  • Um die Seite gültig zu machen, muss man ihr den korrekten <title> Tag verpassen.
  • Sie sollte an das Look & Feel der „besurften“ Webseite angepasst sein.
  • Klar erkennbar machen, dass ein Fehler aufgetreten ist!
  • Verständlich den Fehler formulieren. Mit Error 404 können die User nichts anfangen.
  • Höfliche Formulierung und dem User zu verstehen geben, dass er nicht selbst an dem Fehler schuld ist.
  • Menüstrukturen der Webseite integrieren, damit der User wieder zurückfindet
  • Auf das Kontaktformular verweisen und freundlich darum bitten, den Fehlerhergang zu melden.
  • Den Meta Tag <meta name=“robots“ content=“noindex, follow“/> hinzufügen. Suchmaschinen sollen die Seite nicht indexieren, aber den Links folgen.

Wie aktiviere ich die individuelle und gültige Fehlerseite?

Ihr aktiviert die Fehlerdateiumleitung mittels einer .htaccess Datei. Diese legt ihr ebenfalls in eurem Rootverzeichnis ab. Ihr erstellt die Datei ganz normal im Texteditor und nennt sie „.htaccess“. (Ja sie fängt mit einem Punkt an :-D)

In diese Datei schreibt Ihr dann folgendes rein:

Individuelle gueltige Fehlerseiten

ErrorDocument 401 /401.html
ErrorDocument 403 /403.html
ErrorDocument 404 /404.html
ErrorDocument 500 /500.html

Wenn ihr einen Ordner für die Fehlerseiten machen wollt würde auch so etwas funktionieren: ErrorDocument 401 /Fehlerseitenordner/401.html

Speichert die .htaccess Datei, ladet sie hoch und fertig. Eure Fehlerseiten sollten jetzt funktionieren.

Tip: Wenn ihr wie hier im Blog beschrieben eine Subdomainumleitung geschaltet habt, um Duplicate Content zu vermeiden, könnt ihr die Error Codes einfach in der .htaccess Datei darunter schreiben.

Wie teste ich die individuellen und gültigen Fehlerseiten?

Ganz einfach. Gebt eure Webseitenadresse in Kombination mit einer nicht existenten Seite in den Browser ein und drückt Enter. Dann sollte eine Fehlerseite erscheinen, wenn ihr alles richtig gemacht habt 😉 (z.B. http://www.deinname.de/lalalalala.html)

Liste gängiger Webseiten-Fehlercodes / Fehlerseiten / HTML Statuscodes

  • 100 Continue
  • 101 Switching Protocols
  • 200 OK
  • 201 Created
  • 202 Accepted
  • 203 Non-Authoritative Information
  • 204 No Content
  • 205 Reset Content
  • 206 Partial Content
  • 300 Multiple Choices
  • 301 Moved Permanently
  • 302 Moved Temporarily
  • 303 See Other
  • 304 Not Modified
  • 305 Use Proxy
  • 400 Bad Request
  • 401 Unauthorised
  • 402 Payment Required
  • 403 Forbidden
  • 404 Not Found
  • 405 Method Not Allowed
  • 406 Not Acceptable
  • 407 Proxy Authentication Required
  • 408 Request Time-Out
  • 409 Conflict
  • 410 Gone
  • 411 Length Required
  • 412 Precondition Failed
  • 413 Request Entity Too Large
  • 414 Request-URL Too Large
  • 415 Unsupported Media Type
  • 500 Server Error
  • 501 Not Implemented
  • 502 Bad Gateway
  • 503 Out of Resources
  • 504 Gateway Time-Out
  • 505 HTTP Version not supported

Mehr dazu findet Ihr auch unter: Wikipedia HTTP Statuscode

Über den Autor

„Hallo, mein Name ist Carsten Bethäuser. Ich beschäftige mich seit über 20 Jahren mit Digitalem Marketing. In dieser langen Zeit konnte ich sehr viele Erfahrungen in unterschiedlichsten Unternehmen sammeln. Dieses Wissen möchte ich an meine Kunden weitergeben. Denn nichts bereitet mir mehr Freude, als zu Ihrem Erfolg beizutragen.“

Schreibe eine Antwort